„Die Jusos Schwäbisch Gmünd sehen der zunehmenden Tendenz, städtische
Aufgaben und Eigentum privat zu organisieren, mit Sorge entgegen“,
erklärt Tim Luka Schwab von den Jusos. Auch beim Thema
„Spaßbad“ erkenne man diesen Kurs der Stadt. Neuestes Beispiel des
Oberbürgermeisters sei „soziale Kontrolle“ durch eine stärkere gastronomische
Belebung des "Remsstrands" herbeizuführen und dafür allen
anderen Bürgerinnen und Bürgern 70% des attraktiven Remsufers zu
nehmen, die diese mit ihren Steuermitteln selber bezahlt hätten, kritisieren
die Jusos. „Schwäbisch Gmünd ist eine relativ sichere Stadt. Die
Verwaltung sollte nicht mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl der
Menschen Politik machen, um ihre Interessen durchzusetzen. Dieses
Argument dreht sich irgendwann um“, erklärt Vorstandsmitglied Laura
Weber. Die Jusos wundert es außerdem, dass man immer nur den gleichen
Gastronomen für die Ideen des Oberbürgermeisters finde und ein
Wettbewerb in der Auswahl offensichtlich nicht mehr stattfinde. Auch
die Annahme der Stadtverwaltung, dass die Verpachtung dieser attraktiven
öffentlichen Fläche für die Gmünderinnen und Gmünder im Alleingang
des Stadtoberhaupts ohne den Gemeinderat vollzogen werden
könne, sei anmaßend. „Die Stärkung der Gastronomie in Schwäbisch
Gmünd ist uns Jusos wichtig, aber eben zu den richtigen Bedingungen
und an den richtigen Standorten“, meint die SPD-Jugend. Eine Verlagerung
werde die Innenstadt weiter schwächen. Deshalb müsse ein
Konzept her, in das alle Gastronomen der Stadt eingebunden werden.
Und überhaupt solle die Stadtverwaltung endlich den Geist ablegen,
dass privat alles besser organisiert werden könnte.
Am 16. Mai führte Gertraut Haug aus Gschwend 28 SPD-Senioren des Ostalbkreises in Bad Cannstatt, Hallschlag, Mühlhausen und Münster zu ihnen allen unbekannten attraktiven Orten der Großstadt Stuttgart. In Mühlhausen erwartete Pfarrer Roland Spur die Gäste vor der Veitskapelle, die nach dem Veitsdom in Prag benannt ist. Über der Tür im Tympanon ist die Grundsteinlegung von 1380 durch den Bauherren Reinhart von Mühlhausen in mittelhochdeutscher Schrift verewigt.
Der SPD-Kreisvorstand beschäftigte sich am Montagabend mit wichtigen Zukunftsthemen. Unter der Leitung des Kreisvorsitzenden André Zwick wurden die organisatorischen Vorbereitungen für die im kommenden Jahr stattfindenden Kommunalwahlen auf den Weg gebracht. Dabei wurde die Bedeutung der demokratischen Beteiligung auf lokaler Ebene hervorgehoben, die nicht hoch genug für eine lebendige Demokratie eingeschätzt werden könne. Für die SPD im Kreis gelte, dass engagierte Bürgerinnen und Bürger, die die grundsätzlichen Ziele der Sozialdemokratie teilen, auch ohne Parteibuch eingeladen sind sich bei den Wahlen als Kandidatinnen und Kandidaten zu beteiligen.
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